Mönchengladbach
Mönchengladbach,
zur Unterscheidung von gleichnamigen Orten nach der im Jahre 974 gegründeten
Abtei mit dem Zusatz *Mönchen* versehen, liegt mit den Stadtteilen Rheydt und
Wickrath im Tal der Niers auf den das Tal begleitenden Höhenzügen.
Im Jahre 974 gründete der Kölner Erzbischof Gero zusammen mit dem Benediktiner
Sandradus auf dem Abteiberg die Benediktinerabtei, sie wurde dem Sachsenheiligen
St. Vitus geweiht.
Abtei und Ort wurden 1085 zum erstenmal als *Gladebach* urkundlich erwähnt.
Im 14. Jh erhielt der Ort durch Herzog Wilhelm II. von Jülich die Stadtrechte
und wurde 1414 befestigt.
Eine bedeutende Textilindustrie entwickelte sich im 16. und 17. Jh, eine
stärkere Industrialisierung setzte zu Beginn des 19. Jh ein. Mönchengladbach
wurde zum Zentrum der Baumwollspinnerei und Weberei.
Im Jahre 1975 wurden die Stadt Rheydt und die Gemeinde Wickrath eingemeindet. Bis heute haben beide Stadtzentren sich ihre Besonderheiten jedoch erhalten können.
"Fotoserie von Wickrath ist noch in Bearbeitung"

Wasserturm auf der Viersener Strasse
Der Wasserturm in Mönchengladbach zählt zu den schönsten Wassertürmen in Jugendstilbauweise. Er wurde 1909, in zwei Jahren Bauzeit, fertiggestellt und kostete 216.000 Goldmark. Er besitzt zwei Wasserbehälter, von denen der untere ein Fassungsvolumen von ca. 2300 Kubikmeter besitzt und die tieferliegenden Gebiete in Mönchengladbach versorgt. Der obere Behälter hat ein Fassungsraum von 800 Kubikmeter und versorgt die Oberstadt mit Trinkwasser.
Der Neue Wasserturm an der Viersener Strasse mit seinem mächtigen, 54 m hohen Baukörper und seiner grandiosen Kupferhaube, entstanden 1909, ist ein gutes Beispiel eines vom Jugendstil beeinflussten Industriebaus. Der Aufstieg über 234 Stufen wird mit einer schönen Aussicht auf die Stadt belohnt.
Man kann diesen Wasserturm ohne Anmeldung jeweils am 1. Samstag der Monate März bis Dezember um jeweils 10:00, 11:00 und 12:00 Uhr besichtigen

Kaiser-Friedrich-Halle
Die Kaiser-Friedrich-Halle wurde 1903 zu Ehren des 99-Tage-Kaisers Friedrich III. eingeweiht, der Entwurf stammt von den Wiesbadener Architekten Friedrich Wilhelm Wertz und von Paul Huber.
Im Zentrum Mönchengladbachs gelegen, bietet die Kaiser-Friedrich-Halle auf zwei Ebenen den richtigen Rahmen für Festveranstaltungen, Ausstellungen, Konzerte, Gastspiele, Messen, Tagungen, Empfänge, Vorträge, Präsentationen, Seminare und Kongresse.

Geropark mit Geroweiher am Fuße des Abteiberges


Ein Stück der
ehemaligen Stadtmauer mit einem
halbrunden Wehrturm zeugen vom mittelalterlichen Gladbach


Basilika St. Vitus
Der Bau der
Basilika St. Vitus bestimmt mit iher prachtvollen Lage auf dem Abteiberg das
Bild der Stadt. Es ist der dritte Kirchenbau an dieser Stelle. Der Westbau wurde
in den Jahren 1180-83 von Abt Rupert unter Verwendung der Krypta der
Vorgängerkirche von 1100 errichtet, das dreijochige Langhaus wurde in den
Jahren 1229-39 erbaut.
1256 rief Abt Dietrich den in seiner Zeit berühmten Architekten, Meister
Gerhard aus Köln, an die Abtei und übertrug ihm den Bau des Ostchores.
Mit dieser Chorhalle gelang ihm ein Meisterwerk gotischer Architektur, das am
Niederrhein einzigartig ist.
1275 wurde die Kirche von Albertus Magnus geweiht. Die Veränderungen des Barock wurden 1857-63 von Vincenz Statz beseitigt. Die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges wurden behoben, dabei von 1947-55 der ursprüngliche Mittelschiffaufriss rekonstruiert.
Wertvollster Teil der Ausstattung ist das mittlere Fenster im Chor, das BIBELfenster aus der 2. Hälfte des 13. Jh, das neben dem Bibelfenster im Chor des Kölner Doms zu den ältesten erhaltenen Glasmalereien des Rheinlandes zählt. Es zeigt Szenen des Alten und Neuen Testaments.

Altar der Basilika St. Vitus

Krypta in der Basilika

Haupteingang der Basilika St. Vitus

Alte Häuser am Aufstieg zur Basilika St. Vitus

Terrassenförmig angelegter Barockgarten ( Abteigarten ) mit Blick auf die Basilika St. Vitus

Probstei
Der einfach
gehaltene, weiße Barockbau der Probstei am Nordrand des Abteigartens
geht auf ein im 14. Jh unter Abt Wilhelm von Oranien gegründetes Krankenhaus
zurück.

Hauptpfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt
Auf dem
höchsten Punkt der Stadt liegt die Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt.
Erbaut wurde die dreischiffige, spätgotische Tuffsteinbasilika anstelle eines
romanischen Vorgängerbaus in den Jahren 1469-1533.

Gasthaus St. Vith - Vorderansicht
Das ehemalige
Gästehaus der Gladbacher Abtei, das Gasthaus St. Vith, weist
mit seinem schönen Giebel aus dem 17. Jh zum Marktplatz.

Gasthaus St.
Vith - Seitenansicht
(links im Bild die Gestalt des sagenhaften Balderich, der den Abteiberg bewacht)

Blick in den Innenhof der ehemaligen Abtei - heute Rathaus

ehemalige Abtei - heute Rathaus - Rückansicht

Rathaus - Vorderansicht

Altes Zeughaus -
mit 4,25 m Breite schmalstes Haus Mönchengladbachs (siehe weißes Kreuz)
-
Im Vordergrund die alte Pumpe

Museum Abteiberg
Unter
städtebaulichem Aspekt und als kultureller Mittelpunkt ist der höchst moderne
Bau des 1982 eröffneten
Städtischen Museums Abteiberg erwähnenswert, errichtet durch den Wiener
Architekten Prof. Hans Hollein.
Widerspiegelnde Glasfronten erheben sich auf der terrassengestuften Höhe des
Abteiberges.
Der Museumsbau
wurde 1985 mit dem *Pritzker Award*, dem weltweit bedeutendsten Architekturpreis
ausgestattet.
Bekannte Namen wie Warhol, Lichtenstein, Beuys, Mack, Uecker und Rückriem
sprechen für sich.

Abteigarten mit Blick auf das Museum Abteiberg

Haus Erholung
Das 1861
errichtete klassizistische 'Haus Erholung' (Kongresse, Tagungen,
Kulturveranstaltungen)
prägt den Abteiberg in seiner Eigenschaft als Kulturzentrum.

Kapuziner Platz mit Christus Kirche

Altstadt Mönchengladbach


Alter Markt -
Alter Markt mit Blick auf die Hauptpfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt


Hindenburgstraße - vom Alten Mark aus gesehen - in Richtung Hauptbahnhof

ganz links - Stadttheater

Stadttheater - Mönchengladbach

Hindenburgstraße in Richtung Alter Markt
Mönchengladbach Rheydt

Rathaus
Das Rathaus Rheydt entspricht dem Stil des Historismus der Wilhelminischen Area, es entstand 1894-96. Die Kuppel wurde nach Kriegszerstörungen 1977 wieder errichtet.

Rheydter Hauptkirche am Markt

Postgebäude in Rheydt